Wir schließen unsere Praxis in Beerfelden zum 31.03.2018

Liebe Tierfreunde,

nach nunmehr mehr als dreißig Jahren gebe ich meine Praxisräume in Beerfelden auf und schließe zum 31.03.2018. Für die langjährige gute Zusammenarbeit möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken und würde mich freuen, Sie auch zukünftig in Eberbach begrüßen zu können, wo mein Team und ich uns in gewohnter Weise um Ihre großen und kleinen Lieblingen kümmern werden.

Ihr Bernd A. Podesta

Kampf dem illegalen Hundehandel

Verlockend niedrige Preise, Präsentation im Internet, unkomplizierte Abwicklung, das mögen wohl die Hauptargumente für Kaufinteressenten sein, die sich ihre „Wunschtiere“ bei unseriösen Tierhändlern „besorgen“.

Dass die zunächst vermeintlich niedrigen Anschaffungskosten nach kurzer Zeit exorbitant in die Höhe schießen können, wird nicht bedacht. Davon können wir Tierärzte aber in der täglichen Praxis ein Lied singen. Leider sind diese Billigtiere der gerade angesagten Moderassen allzu häufig Dauergäste in unseren Praxen. Nicht oder nicht korrekt durchgeführte Impfungen und Wurmkuren sind dabei noch die geringsten „Übel“. Schwere Erbleiden, tödliche Infektionskrankheiten, Milbenbefall, Dauerdurchfall, Immunerkrankungen, Aggressivität, all das begegnet uns nahezu täglich. Manchmal können wir mit entsprechend großem Aufwand helfen oder das Leid zumindest lindern. Leider gibt es auch oft hoffnungslose Fälle, angefangen von fortgeschrittener Hundestaupeerkrankung bis zur angeborenen, stets tödlich endenden Zystennierenanomalie bei einigen Rassekatzen. Was beim Kauf gespart wurde, muß nun vielfach in Arztkosten investiert werden.

Andererseits sitzen unsere Tierheime voll mit netten anhänglichen Tieren häufig sogar im Welpenalter, und man würde hier sogar eine gute Tat vollbringen. Diese Tiere sind oft unendlich dankbar ein neues Zuhause zu finden – und kosten tut’s auch erheblich weniger!

Wer gerne einen Rassehund erwerben möchte, sollte sich zunächst vertrauensvoll an seinen Tierarzt/Tierärztin wenden. Wir können in den meisten Fällen weiterhelfen, da wir beispielsweise ausgezeichnete Züchter in unserem Klientel haben, die wir uneingeschränkt weiterempfehlen können. Tibetterrier, Havanneser, Möpse, Boxer, Langhaarcollies, Labradore, Briards, Zwergspitze, Malteser, um nur einige Rassen zu nennen. 

      So sieht ein glücklicher Welpe aus

Da seriöse Hundezucht viel Geld kostet (Futter, Pflege, Steuer ,Tierarzt, Ausstellungen, etc.) muss man davon ausgehen, daß diese Tiere erheblich teurer sind als beim Billiganbieter im Internet. Seriöse Züchter suchen sich ihre Kunden aber auch genau aus und geben nicht jedem Interessenten eine Welpen, da es z.B. wenig Sinn macht, im 10. Stock eines Hochhauses, in einer 1-Zimmerwohnung, einen Briard zu halten. Dem unseriösen Händler, der seine Hunde oft aus dem Kofferraum heraus verkauft, ist das völlig egal, denn der hat keine emotionale Bindung zu seiner „Handelsware“. Das Gleiche gilt übrigens auch für Katzen. Also lieber etwas länger sparen und vor der Anschaffung den Tierarzt des Vertrauens fragen, gegebenenfalls beim VDH (Zuchtverbandsoberorganisation) informieren und nicht auf allfällige Billiganbieter hereinfallen. Dann spart man am Ende sogar noch Geld und hilft den Markt der kriminellen Hundevermehrer auszudünnen, der so viel Tierleid hervorbringt.

Hilfreiche Links:

Verband für das Deutsche Hundewesen / Welpen

Welpenkauf in Bayern

Wühltischwelpen

Der erste Schnee

Aus aktuellem Anlass – die ersten stärkeren Schneefälle in unserer Region – achten Sie bitte darauf, dass Ihre Hunde keinen Schnee fressen. Gerade junge Hunde, die erstmals Schnee kennen lernen, fressen diesen unbedarft, spielerisch in Mengen, die für ihren Verdauungstrakt nicht bekömmlich sind.

Häufig werden uns in der Praxis dann Patienten mit Erbrechen und teilweise blutigen, dünnen Ausscheidungen vorgestellt. Dies ist zwar nicht lebensbedrohlich aber für Ihren Schützling schmerzhaft und unangenehm. Oft werden die Tiere dadurch unsauber. Also in dieser Zeit empfiehlt es sich, die Aufnahme von größeren Schneemengen zu verhindern. Leinenzwang kann als erste Maßnahme empfohlen werden.